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Test: CME M-Key PDF Drucken E-Mail
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„MIDI Keyboard“

Mit dem M-Key Ultra-thin MIDI-Keyboard testen wir dieses Mal einen weiteren Vertreter von CME, einer Firma, die sich mittlerweile einen guten Namen in der Produktion von MIDI-Controllern oder jetzt auch Wireless-MIDI-Devices gemacht hat. Bestechend ist bei den Controllern das sehr gute Preis/Leistungsverhältnis – der Preis lässt zuerst ein „Spielzeug-Keyboard“ vermuten, aber durch viele kluge Features ist es auch als ernsthafter Kandidat für ein Einspiel-Keyboard im Studio zu sehen. Wir wollen sehen, ob mit der neuen Version M-Key wieder ein solches Instrument gelungen ist.

Äußeres und Anschlüsse
Auf den ersten Blick fällt sofort die sehr flache Erscheinung des M-Key auf, die Bezeichnung „Ultra-thin“ trifft hier wirklich den Nagel auf den Kopf, mit knapp 6 cm Höhe sollte wirklich Platz über oder unter jedem Tisch zu finden sein. Mit vier Oktaven ist hier auch der für mich beste Umfang einer Einspieltastatur am Computer gefunden: die 2-oktavigen Vertreter sind zwar nicht so breit und besser auf dem Schreibtisch unterzubringen, aber das ständige Umschalten der Transposition ist auf die Dauer wirklich nervend und viele Dinge zum Beispiel im Solobereich oder bei Klavierbegleitungen sind schlichtweg nicht realisierbar. Hier sind vier Oktaven wirklich die bessere Lösung und die Breite von 727 mm muss man halt irgendwie einplanen. Belohnt wird man dafür mit einer Tastatur, die auch einmal pianistische Ausflüge erlaubt. Das CME M-Key besitzt wieder den typischen Joystick für Pitch-Bend und Modulation, oben links am Gerät angebracht, daneben drei Taster für „Shift“ und „Data +/-" und einen Assignable-Slider. Die Klaviaturtasten können ebenfalls zur Dateneingabe benutzt werden. Auf der Rückseite finden sich ein USB- Anschluss zur Datenübertragung und Stromversorgung des Gerätes, daneben ein MIDI Out-Port und die Anschlussmöglichkeit für zwei Pedale sowie der Anschluss für ein optionales Netzteil und der Power On/Off-Schalter.

Installation und Betrieb
Über die Installation des M-Key gibt es nur Positives zu berichten: Das M-Key ist „Class Compliant“ unter Mac OS X und Windows XP/Vista, das heißt, eine Treiber-Installation ist also nicht nötig. So kann man das M-Key mittels USB-Kabel anschließen und gleichzeitig mit Strom versorgen und es wird vom System unmittelbar erkannt und ist sofort spielfertig, mit einer kleinen Einschränkung: das M-Key ist werkseitig für Windows XP vorbereitet. Soll es unter Windows Vista eingesetzt werden, sind noch einige Handgriffe nötig: Man hält den Joystick beim Einschalten des Gerätes gedrückt, der DATA-Button blinkt fünf mal und das Gerät ist unter Vista einsatzfähig. Um zu XP zurückzukehren ist dieselbe Vorgehensweise nötig. Vielleicht sollte man diesen Handgriff mit einem kleinen Aufkleber am Gerät deutlich machen, so dass man nicht in der Anleitung suchen muss. Danach ist das Gerät jedenfalls sofort einsatzfähig und erste Spielversuche auf dem Keyboard hinterlassen einen angenehmen Eindruck. Ich würde die Tastatur als halbgewichtet einstufen, mit angenehmem Spielgefühl, so dass sie für die meisten Stilistiken gut einsetzbar ist. Man kann vier verschiedene Velocity-Kurven einstellen, hier muss jeder nach seiner eigenen Arbeitsweise vorgehen, ich stelle grundsätzlich bei den Einspiel-Keyboards vor dem Rechner keine Velocity-Kurven ein, da man doch viele verschiedene Instrumente und Plug-Ins benutzt, aber dann immer die gleiche Kurve im Sequencer aufnimmt. Diese Daten sind recht schwer zu ändern und müssen nicht immer zu allen Plug-Ins passen, also stelle ich bei den Piano Plug-Ins die Anschlagskurven immer im Plug-In ein und lasse beim Einspielkeyboard die Velocity neutral. So habe ich für alle Instrumente immer die optimale Performance auf der Tastatur. Das Keyboard ist als Controller vor dem Rechner jedenfalls gut einzusetzen. Die Steuerelemente sind werksseitig in folgenden Funktionen vorprogrammiert:
Der Joystick steuert links/rechts die PitchBend-Message, nach oben die Modulation und nach unten die AfterTouch-Message. Die beiden Pedale sind als Sustain-Pedal (A) und Volume-Pedal (B) belegt. Der Slider ist als Volume-Regler und die DATA +/- Regler als Octave Transpose +/- konfiguriert. Man kann also sofort mit den gängigen Funktionen loslegen, ohne sich um irgendetwas kümmern zu müssen. Weitergehende Änderungen werden grundsätzlich über die Shift-Taste und eine der Keyboardtasten programmiert, über den Tasten zeigen Beschriftungen die einzelnen Parameter an. Das Ganze ist eigentlich selbsterklärend und sollte eine flüssige Programmierung möglich machen. Natürlich setzt man dabei Grundkenntnisse der MIDI-Controller voraus, denn das M-Key kann alle gängigen Controller incl. Maschinensteuerung ansprechen, so dass es ohne Probleme als Steuerzentrale im Computer-Setup fungieren kann. Unter „System Settings“ sind dann neben den vier Velocity-Kurven noch der Pedal-Typ und die Pedal-Polarity einstellbar. Als Besonderheit bietet das M-Key noch ein spezielles Feature mit „USB to MIDI OUT“. Es ist mir mehrfach bei der Arbeit mit USB-Keyboards passiert, dass man mal eben ein älteres MIDI-Soundmodul einbinden will, aber plötzlich über keinen MIDI-Port mehr verfügt, da ja alles ganz modern über USB läuft. Nun muss man ein MIDI-Interface suchen, die Treiber suchen und installieren und bis das Ganze läuft, hat man seine gute Idee in der Regel schon vergessen. Das M-Key kann nun über den MIDI-Port entweder die Tastaturdaten senden oder die eingehenden USB-Daten an den MIDI-OUT Port weiterleiten, also als gewöhnlicher MIDI Out-Port vom Computer fungieren.

Fazit
Mit dem M-Key schickt CME wieder einen durchdachten Vertreter der Controller-Keyboards ins Rennen. Neben dem sehr günstigen Preis überzeugt wieder der problemlose Umgang mit dem Instrument in jeder Computerumgebung. Als besondere Beigabe erhält man noch eine CD-Rom mit folgenden Softwares:
Magix Samplitude SE, Waldorf Edition LE, Arturia Analog Factory SE, 4Front True Pianos, KeyToSound Remedy und Musicator Win MW5 UF Edition. So kann man also sofort loslegen und erhält nebenbei noch einige hochwertige Produkte zum ausprobieren.

www.cme-pro.com
UVP: 89 EUR

CME M-Key
- 49 semi-gewichtete Tasten mit Anschlagsdynamik
- 4 wählbare Velocity-Kurven
- alle Controller frei programmierbar
X/Y-Joystick
1 Schieberegler
2 Taster
2 Pedal-/Schalter-Anschlüsse - Class Compliant für Mac OS X und Windows XP/Vista
- Stromversorgung über USB
- Software-Suite „MusicPack“
(Magix Samplitude SE, Waldorf Edition LE, Arturia Analog Factory SE, 4Front True Pianos,
KeyToSound Remedy und Musicator Win MW5 UF Edition)
- Abmessungen: 727 x 210 x 59 mm
- Gewicht: 3,2 kg