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Test: Dynacord D-Lite D8 und SUB 112 PDF Drucken E-Mail
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„Familienzuwachs“

Dynacord´s D-Lite Serie wurde 2005 erstmalig vorgestellt und konnte von Anfang an große Erfolge verbuchen. Ich erinnere mich noch, als ich das erste D-Lite System zum testen bekam – ich war damals sehr angenehm überrascht, welchen Druck und sauberen Sound diese kompakte Anlage produzierte. Innerhalb kürzester Zeit hatte sich die D-Lite Serie in vielen Anwendungsbereichen etabliert und wurde stets weiterentwickelt und ergänzt. Mit den beiden Modellen D8 und SUB112 wird diese Produktlinie nun sinnvoll nach unten hin erweitert bzw. abgeschlossen. Ich war sehr gespannt, als die beiden Topteile und die beiden Subwoofer unsere Testhalle erreichten – kann der „kleine Familienzuwachs“ die Erwartungen und Ansprüche, die man durch die bisherigen Familienmitglieder gewohnt ist, erfüllen? Das soll der nachfolgende Test nun zeigen.

Das Full-Range Topteil: D8
Die kompakte Full-Range Box D8 präsentiert sich in einem schwarzen ABS Kunststoff-Gehäuse (als D8 W ist die Box übrigens auch in weiß erhältlich) und macht einen sehr gut verarbeiteten Eindruck, so dass auch einem härteren Touring-Einsatz nichts im Wege stehen sollte. Die D8 misst gerade einmal 442x282x259mm (HxBxT) und wiegt lediglich 8,8kg – ein echtes Leichtgewicht also und somit äußerst komfortabel im Handling. In das Gehäuse ist seitlich ein großzügig dimensionierter Tragegriff sowie eine Stativaufnahme an der Unterseite integriert. Weiterhin finden sich insgesamt acht Gewinde (je eins an den Seiten, oben und unten sowie vier an der Rückseite), womit die Box für die unterschiedlichsten Anwendungen über optional erhältliches Zubehör (von schwenkbaren Horizontal- oder Vertikal-Halterungen mit TV-Zapfen, über unterschiedliche Wandhalterungen, etc.) bestens gerüstet ist. Doch damit noch nicht genug der Anwendungsbereiche, eine Gehäuseseite ist nämlich abgewinkelt, so dass man die D8 auch als Bodenmonitor verwenden kann. Wir haben es hier also mit einem echten Multitalent zu tun. Auf der Unterseite sorgen vier Gummifüße für einen sicheren Stand. Auf der Vorderseite sorgt ein pulverbeschichtetes Stahlgitter für den nötigen Schutz der Lautsprecher – dem Gitter ist ein schwarzer Akustikschaumstoff vorgesetzt. Auf der Rückseite befinden sich zwei Neutrik NL4 Speakon-Buchsen, einmal „Input“ und einmal „Thru“, um das Signal durchzuschleifen.
Kommen wir nun zu den inneren Werten der D8. Die Box ist ein passives 2-Weg System und ist mit einem 8“-Woofer (Dynacord Neodymchassis DND8200-8) für den Tief-/Mitteltonbereich und einem 1“-Hochtontreiber (Electro-Voice DH3), der auch schon in der größeren D15-3 zum Einsatz kam, ausgestattet. Dem Hochtöner ist ein Constant Directivity-Horn vorgesetzt, das einen Abstrahlwinkel von 90°x90° bietet. Die Belastbarkeit der D8 ist mit 250 Watt (Rated), 500 Watt (Program) bzw. 1.000 Watt (Peak) angegeben, die Impedanz mit 8 Ohm, der maximale Schalldruckpegel mit 124dB(SPL) und der Übertragungsbereich mit 65Hz-20kHz. Im Inneren sorgen Thermoschalter und Halogenprotektoren für eine Sicherheit gegenüber thermischer Überlastung der Lautsprecherkomponenten – im „Ernstfall“ wird hier sanft herunter geregelt, ein abrupter Abschaltvorgang tritt bei dieser Art der Schutzschaltungen nicht auf.

Der Subwoofer: SUB112
Das Gehäuse des SUB112 besteht aus 15mm starkem Birken-Multiplex, das genutet und verleimt wurde – die Oberfläche ist mit einem äußerst resistenten, schwarzen, 2-Komponenten Strukturlack versehen. Der Subwoofer ist mit den Maßen 375x445x445mm (HxBxT) und einem Gewicht von 20kg ebenfalls sehr kompakt. Das Handling ist dank der beiden großen Tragegriffschalen an den Seiten sehr problemlos und leicht. Auf der Unterseite befinden sich vier Gummifüße, womit auch hier wieder ein sicherer Stand garantiert ist. Auf der Oberseite finden sich an entsprechender Stelle vier Aussparungen, so dass man bei mehr Tieftonbedarf auch bedenkenlos zwei Subwoofer (oder mehr) übereinander stapeln kann. Ebenfalls findet sich auf der Oberseite ein Gewindeflansch für den Einsatz einer Distanzstange. Wie schon bei der D8 sorgt auch beim SUB112 eine pulverbeschichtetes Stahlgitter sowie ein Akustikschaumstoff für den entsprechenden Schutz des „Inneren“. Auf der Rückseite befinden sich wiederum zwei Neutrik Speakon-Buchsen (Input und Thru). Das Gehäuse ist als konisch ausgeführtes Bassreflexsystem aufgebaut, was geringere Strömungsverluste und niedrigere Luftgeräusche mit sich bringt.
Im Inneren des Subwoofers verrichtet ein 12“-Woofer (Dynacord DND12S400) seinen Dienst. Die Belastbarkeit des SUB112 gibt Dynacord mit 400 Watt (Rated), 800 Watt (Program) bzw. 1.600 Watt (Peak) an, die Impedanz mit 8 Ohm, den maximalen Schalldruckpegel mit 124dB(SPL) und den Übertragungsbereich mit 43-350Hz. Die integrierte passive Frequenzweiche hat ihre Crossover-Frequenz bei 124Hz.

Praxis
Beginnen wir bei der Kompaktheit der Anlage, die man in unserer Testkonfiguration (zwei Tops und zwei Subs) in wirklich jedem normalen Kofferraum verstaut bekommen sollte (und wenn das nicht funktionieren sollte, weil das Auto im Kofferraum vielleicht über einen eigenen Subwoofer verfügt, ist es für den Beifahrer auch keine Zumutung, die beiden Tops auf den Schoß zu nehmen). Nein im Ernst, das Handling dieses kleinen D-Lite Systems ist wirklich ein Kinderspiel – Aufstellen, verkabeln und Spaß haben. Und „Spaß haben“ ist hier wörtlich zu nehmen. Ich gebe es offen zu, dass ich anfangs bei solch kompakten Anlagen immer etwas skeptisch bin, weil ja alleine durch die Gehäuse physikalische Grenzen an den Sound gesetzt sind, aber bei der D8 und dem SUB112 war meine Skepsis schnell verflogen. Die beiden Boxen sind so gut aufeinander abgestimmt, dass der Sound alles andere als klein wirkt. Sehr wichtig finde ich auch immer, dass man kein „Klang-Loch“ zwischen Subwoofer und Topteilen oder zwischen Hochtöner und Mitteltöner wahrnimmt, und da wären wir eben bei der Abstimmung der Komponenten, die wohl durchdacht sein muss. Und auch bei diesem D-Lite System hat man bei Dynacord in Straubing mal wieder seine Hausaufgaben gemacht. Man erhält einen druckvollen Gesamtsound, dem es (der Größe angemessen) an nichts fehlt. Beginnen wir bei den Höhen – nun gut, der Hochtöner DH3 aus dem Hause Electro-Voice ist kein Unbekannter, und dass EV-Hochtöner dafür bekannt sind, edle und klare Höhen zu produzieren, muss man wohl eigentlich auch nicht mehr erwähnen. Man erhält also einen absolut hochwertigen und kristallklaren Sound in den Höhen, der sowohl durchsetzungskräftig, als auch eben edel ist. Die Mitten klingen sehr direkt und vermitteln einen straffen Druck – teilweise unglaublich, dass dies „nur“ ein 8-Zöller sein soll, denn selbst im Fullrange-Betrieb vermag die D8 noch, im unteren Frequenzbereich einen entsprechenden Druck an die Luft zu setzen. Doch in den meisten Fällen, besonders wenn es eben um Musik und nicht nur z.B. Sprachbeschallung geht, ist der Einsatz von Subwoofern unumgänglich. An dieser Stelle kommt dann der SUB112 (oder in unserem Falle der beiden Subs) ins Spiel. Der SUB112 produziert sehr knackige und direkte Bässe, alle Impulse sind sofort da (vorausgesetzt, die Endstufe macht es möglich). Durch die beiden Subwoofer unseres Test-Setups hatte man stets ein angemessenes Bass-Fundament – bei elektronischer Musik (z.B. Techno, Hip-Hop, etc.) hätte ich mir hier und da vielleicht noch zwei Subwoofer mehr gewünscht. Der gesamte Sound dieses kleinen D-Lite Systems ist sehr homogen und stimmig – egal, ob es nun Musik aus der „Konserve“ oder Live-Musik ist, diese Anlage kommt bis zu einer gewissen Größenordnung einfach mit allem klar. Sehr interessant dürfte dieses System z.B. auch für Singer/Songwriter, Entertainer oder Top-40 Bands sein, die ja häufig einen eher bescheidenen Sound aufgrund mangelnder Kenntnisse haben (das soll kein Angriff sein).
Meine Empfehlung lautet: Auf jeden Fall antesten!

Fazit
Mit der D8 und den SUB112 ist Dynacord seiner D-Lite Linie treu geblieben – man hat ein sehr vielseitiges, zuverlässiges und qualitativ hochwertiges Beschallungssystem hervorgebracht. Der Gesamtsound dieser Anlage ist über jeden Zweifel erhaben, das Handling ist denkbar einfach und die Verarbeitung Dynacord-typisch erstklassig. Eine Kompakt-PA, die es auf jeden Fall verdient, angetestet zu werden.

www.dynacord.de

UVP: 2.658 EUR (Set bestehend aus 2x D8 und 2x SUB112)


D8
- passive 2-Wege Full-Range Box
- Impedanz: 8 Ohm
- Belastbarkeit: 250 W (Rated), 500 W (Program), 1.000 W (Peak)
- Max. Schalldruckpegel: 124 dB(SPL)
- Übertragungsbereich: 65Hz-20kHz
- Abstrahlwinkel: 90°x90°
- Hochtöner: 1“-Treiber
- Tief/Mitten-Lautsprecher: 8“-Woofer
- Anschlüsse: 2x Speakon

SUB112

- passiver Subwoofer (konisch ausgeführtes Bassreflexsystem)
- Impedanz: 8 Ohm
- Belastbarkeit: 400 W (Rated), 800 W (Program), 1.600 W (Peak)
- Max. Schalldruckpegel: 124 dB(SPL)
- Übertragungsbereich: 43-350Hz
- Crossover-Frequenz (passive Frequenzweiche): 124 Hz
- Woofer: 12“
- Anschlüsse: 2x Speakon