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Blank&Jones (fünf 05) PDF Drucken E-Mail

“Just Relax!”

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„Blank&Jones" zählen seit einigen Jahren bereits zu den erfolgreichsten deutschen Formationen. Aber nicht nur in unseren Landen kennt man Blank&Jones, auch im Ausland -rund um den Globus - ist ihre Musik heute gefragt. Die eigentlichen Wurzeln von Blank&Jones, alias Piet Blank, Jaspa Jones und Andy Kaufhold, sind in der Club-Musik zu finden, doch im Jahr 2003 startete das Kreativ-Team mit einem neuen Konzept, dem ersten „Relax"-Album mit erlesenen „Chill Out"-Tracks. Mit „Relax Edition 2" knüpfen Blank&Jones nun an die Relax-Erfolge an. Xound sprach mit den Dreien über das neue Album, welches in diesen Tagen erscheint.

Xound (X): Euer erstes „Relax"-Album war ja schon ganz schön erfolgreich. Wie kamt ihr auf diese Idee, obwohl ihr ja vorher ganz andere Sachen gemacht habt?

Jaspa Jones (J): Das war ganz einfach, da wir privat ganz gerne Chill Out-Musik als Gegenpol zu der doch eher Beat-mäßigen Club-Musik hören. Wir haben zunächst angefangen, Chill Out-Versionen von unseren Club-Nummern zu machen, was ganz gut ankam, und dann haben wir eine Ambient-Collection produziert, diese aber nur als Promo-Version verteilt. Ein Track davon hat es dann sogar auf die „Cafe Del Mar"-CD geschafft, was uns dazu animiert hat, mehr Sachen in der Richtung zu produzieren. Das war der Beginn für das „Relax"-Projekt.

X: Habt ihr dann einfach weiter Material gesammelt oder habt ihr euch ein konkretes Konzept überlegt?

Piet Blank (P): Der erste Mix, den es von Blank&Jones jemals im Chill Out-Style gab, war der von „Beyond Time", und der erste Track, der auf der „Cafe Del Mar"-CD  erschienen ist, war der Track „Desire"; das war die „Cafe Del Mar 9". Auf der „Cafe Del Mar 10" ist dann „The Hardest Heart", eine Chill Out-Version von uns zusammen mit Anne Clark herausgekommen.

Wir haben uns selber dazu entschlossen, ein komplettes Album in der Richtung zu machen,  und sind dann auch mit einem Konzept an die Sache herangegangen. Wir  haben uns gesagt, einfach nur Remixe, also neue Versionen von bereits existierenden Tracks zu machen, das ist es nicht.

Wir haben uns dann überlegt, mit welchen Künstlern wir zusammenarbeiten wollen, wen wir spannend finden, und was wir schon immer einmal in einen anderen Kontext bringen wollten. In dem Zusammenhang war für uns zum Beispiel die Zusammenarbeit mit den „Pet Shop Boys" sehr wichtig, denn der Song „Love Comes Quickly" war in den 80er Jahren eine Art Hymne von uns Dreien. Unser Glück war, dass wir bereits im Kontakt zu den „Pet Shop Boys" standen, da wir vorher gerade einen Remix - natürlich einen Club-Mix - für sie gemacht hatten. Wir haben ihnen dann unsere Idee vorgestellt und sie meinten, wir sollten einfach mal machen, und wenn es ihnen gefalle, seien sie dabei. Und wenn es ihnen nicht gefallen hätte, wäre es wohl jetzt nicht auf dem Album...

Es ist schon sehr viel Aufwand, erst einmal an solche Künstler, wie auch „Sarah McLachlan", heranzukommen und mit diesen dann auch den richtigen Vibe zu finden - gerade bei dieser Chill Out-Musik, die ja eher in den „Left-Field", weniger in den Bereich „Mainstream" fällt. Es war für uns klar, wie man beim ersten, aber auch beim zweiten Album hört, dass wir immer einen richtigen „Opener" und einen richtigen „Closing-Title" haben wollten. Das Konzept dahinter ist eigentlich, dass wir die Leute, die unsere Musik hören, wie bei einem Soundtrack mit auf eine Reise nehmen wollen.

X: Ist das zweite Album („Edition 2") die Fortsetzung des ersten, oder habt ihr euer Konzept verändert?

J: Es gibt auf unserem aktuellen Album eine "Sun" und eine "Moon"-Seite, wobei "Sun" für Chill-Out und "Moon" für Chill-House-Musik steht, d.h. auf der zweiten CD sind Chill-House-Versionen von Tracks der ersten CD, aber auch eigenständige Tracks. Wir haben natürlich auch hier wieder mit verschiedenen Künstlern zusammengearbeitet, vor allem mit denen, deren Musik wir persönlich auch privat gerne hören.

IMG_7919 X: Wie kamt ihr auf die Idee mit der Doppel-CD?

P: Es ist dieses mal eine Doppel-CD geworden, weil so viele Songs da waren. Wir haben dieses Mal u.a. mit Mike Francis gearbeitet, der in den 80ern europaweit den großen Hit „Hey Surviver" hatte. Von seiner Stimme waren wir sehr begeistert. Und was viele überhaupt nicht wissen, ist, dass dieser seit Jahren konstanten Erfolg in Italien zu verzeichnen hat. Nicht zuletzt, weil er selbst Italiener ist, mischt er dort in der oberen Liga mit und hat dort fast so einen Status wie etwa ein „Eros Ramazzotti".

Wir haben außerdem auch einen kleinen Ausflug in die Rock-Musik gemacht...

J: ...da wir Steve Kilbey von „The Church" total super fanden. Das war ja damals der Hit! Über einen Freund konnten wir Kontakt zu den Jungs aus Australien herstellen, die auch gerne mit uns zusammenarbeiten wollten. Jedoch haben diese nach ihrer Zusage in dem Winter, in dem wir das Album produziert haben, erst einmal ihren australischen Sommer genossen, und sind surfen gegangen, wodurch unsere Zusammenarbeit etwas verzögert wurde...Aber das Warten hat sich auf jeden Fall gelohnt, da daraus einer unserer Lieblings-Tracks entstanden ist.

P: Diesen werden wir auch als Single veröffentlichen.

Klar stechen auf unserem Album die Vocal-Songs  heraus, da eine Stimme natürlich den persönlichsten Eindruck hinterlässt. Aber gerade die Instrumental-Titel sind uns wichtig, weil unserer Meinung nach das Album nur dann die von uns gewünschte Wirkung hat, wenn man es an einem Stück hört. Aus diesem Grund haben wir auch von unserer letzten CD keine Single veröffentlicht, weil wir der Meinung sind, dass das Album für sich steht.

Beim zweiten Album haben wir uns jetzt gedacht, dass es wichtig ist, die Leute erst einmal zu erreichen und ihnen das Signal zu geben, dass wir als Blank&Jones auch in eine ganz andere Richtung denken und produzieren, als es meist mit unserem Namen assoziiert wird - der Clubmusik -  an der wir auch sehr großen Spaß haben.

Wir haben zum Beispiel auch zu keinem Zeitpunkt darüber nachgedacht, uns für dieses Relax-Album  oder für diese Art von Musik einen anderen Projektnamen auszusuchen, was ja durchaus viele Künstler machen, wenn sie sich in diese Richtung entwickeln.

Es gibt ja teilweise Leute im Elektronik-Bereich, die sich einen anderen Namen geben, wenn sie etwa vom Techno in den Trance-Bereich wechseln. Wir sind halt sehr stolz darauf, dass wir nicht morgens aufwachen und schon Club-Musik hören - wir lieben eben jegliche Art von Musik, ob das Jazz oder auch Klassik ist.

Wenn wir etwas gut finden, dann schreiben wir auch unseren Namen darauf. Es kommt einem manchmal so vor, als ob die Plattenkäufer von der Musikindustrie für blöde gehalten werden. Jeder normale Mensch hört doch mal eine Ballade, und mal Rock...

IMG_0260LithP: Wir wurden von der Plattenfirma schon beim ersten Relax-Album schief angeguckt, weil sie der Meinung waren, wir könnten das nicht mit unserem Namen und dem dazugehörigen Image machen. Aber wir haben uns gesagt, sch... drauf, das ist doch super! Du kaufst dir doch von den „Rolling Stones" auch ein Album, wo eine Rock-Nummer, aber ebenso eine Ballade drauf ist, und nimmst ihnen das ja auch nicht übel.

X: Ja, das ist halt immer dieses „Schubladen-Denken"...

P: Genau. Aber uns war eigentlich schon immer egal, was andere Leute sagen, denn es geht uns um die Musik. Und wir sehen ja auch am Feedback von unseren Fans, dass sie das ohne weiteres auch auseinander halten können. Wenn sie in den Club gehen, wissen sie, dass wir da jetzt kein Chill Out-Set spielen, und andersherum, wenn sie sich eine Chill Out-CD kaufen, wissen sie,  dass sie die nicht auf dem Weg in den Club hören, sondern eher danach...

X: Seid ihr denn jetzt auf den Geschmack gekommen oder wird's auch wieder Club-Musik geben?

J: Das ist natürlich eine Frage, die wir oft gestellt bekommen. Wir waren ja gerade erst in Amerika und touren momentan sehr viel international. Wir werden auf jeden Fall auch weiterhin Club-Musik machen. Wir lieben die Abwechslung, mal was ganz anderes zu machen. Dann hat man mal wieder richtig Lust, ein Club-Album zu machen und anschließend freut man sich auf die Arbeit am Relax-Album. Das funktioniert eigentlich ganz gut so...

P: Vielleicht haben wir ja auch irgendwann mal Bock, ein Heavy-Metal-Album zu machen...oder ein Jazz-Album!? Wenn das so sein sollte, dann machen wir das auch. Wir fühlen uns da überhaupt nicht eingeengt. Und was du da gerade über Schubladen sagtest, uns persönlich ist das alles völlig egal. Wir sind Musiker, wir lieben die Musik und sind Musik-Freaks. Das ist doch das Schönste auf der Welt, dass man ständig neue Musik entdecken kann!

X: Es wäre gut, wenn alle Musiker so viel Respekt auch vor den anderen Musik-Bereichen hätten. Das ist leider nicht oft so. Viele Musiker sagen, dass sie mit der einen oder anderen Richtung nichts zu tun haben wollen und auch nicht in Verbindung gebracht werden wollen...

IMG_0176J: Ja, aber das stand für uns eigentlich nie zur Debatte, wir waren schon immer open-minded. Warum sollten wir uns das selber limitieren, denn es macht einfach Spaß, ständig neue Musik zu entdecken: Erst einmal als Hörer, aber auch diese im eigenen Studio selbst zu produzieren. Du entdeckst ja auch immer neue Seiten im Bereich der Produktion.

P: Also, das kommt schon, gerade bei der zweiten CD von dem Doppel-Album „Relax2", die sehr Chill-House-lastig ist, sehr gut heraus.

Wir haben die Chill-House-Musik letzten Sommer entdeckt, als wir viel mit Freunden gegrillt und relaxet haben. Wir haben Compilations in Spanien und auch England gekauft, wo wir das Label „Headcandy" entdeckt haben, welches es bereits seit Jahren gibt. Das Label macht sehr schöne Compilations auf eine Art und Weise, die uns gefallen hat, und von der wir uns auch für die zweite CD haben inspirieren lassen.

X: Es gibt natürlich auch viele Einsteiger und  musikinteressierte Newcomer, die alle davon träumen, irgendwann einmal den Schritt zu schaffen, mit ihrer Leidenschaft, der Musik, Geld zu verdienen. Könnt ihr diesen Leuten einen Ratschlag geben, wie sie an die Sache herangehen sollten, denn es ist ja heute schwerer denn je, in der Branche Fuß zu fassen.

J: Das Wichtigste ist eigentlich Hartnäckigkeit. Die Leute sehen einen ja erst, wenn man schon nach oben gekommen ist und denken, man kommt aus dem Nichts. Sie sehen ja nicht den langen Weg, den man zurückgelegt hat und wissen nicht, dass es auf diesem Weg auch wirklich harte Zeiten gab. Man muss sich schon ein dickes Fell zulegen und mit Rückschlägen rechnen, dabei sollte man aber immer an sich glauben, und wenn es sein muss, auch schon mal mit dem Kopf durch die Wand gehen.

P: Ich glaube, wir haben das Glück, dass wir ein gutes Team sind. Wir sind Team-Player, ob das jetzt im Studio oder auch beim Label ist, mit dem wir zusammen arbeiten. Wir sind nicht so arrogant, zu sagen, wir könnten alles selber oder wir wüssten alles am besten. Ich glaube,  du schaffst es wirklich nur dann, wenn du auf andere hörst und dir auch anhörst, warum irgendetwas nicht geht. Meistens ist es ja so, wenn du dein Album fertig gemacht hast, dass du da stehst und sagst: Das ist das geilste Album unter der Sonne, das muss eigentlich auf Platz eins in den Charts landen.

Ich denke im Moment, wo es oft die Diskussionen gibt, ob ein Album kommerziell ist oder nicht, ist es das größte Kompliment für einen Musiker, wenn er seine Musik öffentlich zugänglich machen kann.

Denn, je mehr Leute die Emotionen mit ihm teilen und sich in der Musik wieder finden, desto toller ist es doch. Bei einem Kinofilm ist das doch auch so: Je mehr Leute sagen, dieser Film hat mich berührt, desto schöner ist das. Deswegen verstehen wir auch diese ganzen Diskussionen darüber nicht, dass jemand der in den Top 10 der Album-Charts platziert ist, automatisch kommerziellen Mist produziert. Es gibt so viele Gegenbeispiele, wie zum Beispiel „Coldplay", denn als diese angefangen haben, waren ihre Songs noch Nischen-Musik, mittlerweile füllen sie mit ihren Konzerten Stadien in Amerika. Alle sagen über das neue Album, es höre sich ja alles an, wie immer...Natürlich ist das so, denn der Sänger von Coldplay ist doch immer noch der Gleiche, und sie machen weiterhin die für sie typische, melancholische Rock-Musik, weil das eben ihr Sound ist. Genauso findet man  unseren Sound und unsere Handschrift in unseren Produktionen, worauf wir stolz sind. Ob man unsere Musik jetzt Chill-Out, Progressive oder Dance nennen will, bleibt jedem selbst überlassen. Es ist ein Kompliment für uns, wenn wir hoch in den Charts platziert sind, denn dann wissen wir, dass viele die Musik, die wir mit anderen teilen wollen, ähnlich empfinden. Wenn du Musiker bist und sagst, dass deine Musik einfach nur Underground bleiben soll, dann veröffentlichst du sie ja besser nicht!

X: Oft kommt natürlich bei erfolgreichen, kommerziellen Musikern der Neid-Faktor der Anderen ins Spiel...

J: Es führt natürlich häufig zu Diskussionen aus Neid, womit wir in Deutschland auch immer wieder konfrontiert werden. Aber so etwas zählt auch zu den Dingen, für die man sich ein dickes Fell zulegen muss. Wir haben uns immer gesagt: Wir sind Blank&Jones, und wir machen unser Ding und gucken dabei nicht nach links und rechts. Trotzdem kennen wir unsere Defizite und wissen, wann wir Hilfe brauchen, jedoch war uns immer wichtig, dass wir letztendlich die Kontrolle über alles behalten.

X: Ihr habt eben über euer Team gesprochen. Gibt es bei euch Dreien eine konkrete Aufgabenverteilung?

J: Nein, eigentlich nicht. Es gibt vielleicht Schwerpunkte, aber es ist schon so, dass die Musik, die aus dem Studio kommt, von uns Dreien zusammen ist.

IMG_7907P: Es geht vor allem dann los, wenn die Musik fertig ist. Dann geht es darum festzulegen, wer sich um was kümmert. Wir haben uns zum Beispiel Thomas Jahn mit ins Boot geholt, der unsere gesamte visuelle Umsetzung macht. Er versteht unsere Musik sehr gut, was für uns wichtig ist. Für uns als Musiker ist dass schon schwer, wenn wir unser Album fertiggestellt haben und die Leute von uns ein Cover und natürlich ein Video erwarten. Oftmals - was wir am eigenen Leib erfahren mussten - wird einfach ein Video gemacht, mit dem man sich als Musiker überhaupt nicht identifizieren kann, wenn zum Beispiel die Plattenfirma die Vorstellung hat, es müsste unter dem Motto „Titts&Asses" sein - um es mal auf den Punkt zu bringen. Das haben wir bei unserem ersten Projekt leidlich festgestellt.

Gerade als elektronischer Musiker hast du im Studio die volle Kontrolle, wir können bis zum finalen Master alles selber entscheiden. Wir entscheiden, ob die Bass-Drum fett ist oder nicht, ob die Stimmen lauter oder leiser sein sollen und welcher Hall drauf kommen soll, usw. Wir haben keinen Producer, wir machen alles selber und geben dann ein finales Master ab. Danach kann es passieren, dass deine CD plötzlich komisch verpackt ist, ein eigenartiges Cover hat und du ein Video vorgesetzt bekommst, bei dem du dich fragst, was das mit dir zu tun hat. Bei Blank&Jones war es von Anfang an so, dass wir uns gesagt haben, dass wir uns mit allem, wo unser Name draufsteht, identifizieren können müssen.

J: Wir möchten ja schließlich nachher noch in den Spiegel gucken können. Wir haben auch keine Lust, uns hinterher für etwas rechtfertigen zu müssen, von dem wir selber nicht begeistert sind. Deshalb ist es wichtig, dass wir hundertprozentig hinter allem, was wir machen, stehen können.

P: Das heißt jetzt nicht, dass wir wirklich alles selber machen, sondern das heißt, dass wir die Leute, mit denen wir zusammenarbeiten, sehr genau aussuchen und schauen, ob sie uns auch verstehen. Wir können zum Beispiel keine Videos drehen. Im Endeffekt hat für mich ein Videoregisseur auf der einen Seite die Aufgabe, die Musik zu transportieren, aber auf der anderen Seite auch die Aufgabe, sein eigenes Ding noch mit einzubringen, weil wir selber von den visuellen Sachen keine Ahnung haben. Deshalb sind wir auch sehr froh darüber, dass wir jemanden wie Thomas Jahn haben. Er ist in den Entstehungsprozess involviert, damit er sich schon dann Gedanken machen und das Video auch perfekt umsetzen kann. Genauso ist das im Bereich Artwork mit Marc Schilkowski, einem Grafiker aus Berlin, mit dem wir vom zweiten Album an zusammenarbeiten. Mittlerweile ist er so weit, dass er sich auch als Fotograf entwickelt hat und wir auch die Fotosessions komplett mit ihm machen. Wenn man Blank&Jones als Team sieht, gehören außer uns Dreien, den Musikalischen, natürlich auch Marc und Thomas, sowie im Bereich Marketing und A&R, Markus Hartmann dazu. Auch wenn man in der Öffentlichkeit nur Jaspa und mich sieht - dies liegt daran, dass wir beide das Projekt alleine angefangen haben -  arbeiten wir im Studio immer zu dritt, mit Andy. Wir haben die ersten drei Platten zu zweit produziert und dann ist Andy dazugestoßen. Wenn wir heute noch einmal beginnen würden, dann würde unser Projekt sicher nicht mehr Blank&Jones heißen.

X: Wollt ihr noch etwas loswerden?

P: Wir wollen nach wie vor gerade die Leute, die elektronische Musik machen, ermutigen, und ihnen auf den Weg geben, dass sie immer versuchen sollten, ihr eigenes Ding durchzuziehen und dabei nicht so viel auf die Meinung anderer zu geben. Denn vielleicht will heute noch keiner eure Musik hören, und vielleicht auch morgen noch nicht, aber übermorgen ist es vielleicht der heißeste Sch... unter der Sonne. Wer hätte noch vor drei Jahren gedacht, dass der Retro-Rock aus den 70ern plötzlich wieder so angesagt werden würde. Diese Bands haben ihr Ding schon vor drei Jahren gemacht und sind mit Sicherheit in der Vergangenheit auch oft gegen die Wand gelaufen. So war das bei uns auch mit dem Trance. Als wir damit angefangen haben, war das Underground, während House-Musik gerade angesagt war. Jetzt im Moment ist der Zenit gerade überschritten, da viele Bands, wie auch immer sie alle heißen, Sounds aus der Trance-Musik in ihre Songs  integriert haben, wodurch Trance in den letzten zwei Jahren einfach zu einem „dirty-word" geworden ist. Jetzt gerade geht es wieder zurück zu den Wurzeln, und da damit momentan kein Geld zu verdienen ist, bleiben auch nur die Leute übrig, die diese Musik wirklich lieben.

Das „reinigt" die Szene.

www.blankandjones.info