Advertisement

Grundsatzartikel

Studio-Tüff

Login






Passwort vergessen?
Noch kein Benutzerkonto?
Registrieren
Advertisement

Big Gee (vier 06) PDF Drucken E-Mail
Big Gee belegte beim deutschen Rock und Pop-Preises 2005 den ersten Preis in der Kategorie Funk/Soul.

13380036

Big Gee, das sind:
Pasquale Aleardi - Vocals
Greg Zimmermann - Bass-Posaune & Bandleader
Marc Leymann - Alt Saxofon
Frank Sackenheim - Tenor Saxofon
Honne Gissel - Gitarre
Mathias Hoederath - Keyboards
Till Brandt - Bass
Heiko Braun - Schlagzeug

Auch wenn die achtköpfige Band durchaus aus ernstzunehmenden, professionellen Musikern besteht, nehmen sich die Bandmitglieder selbst nicht ganz so ernst.

Big Gee zählt für mich zu den lustigsten Bands, die ich bisher mit ihren witzigen deutschen Texten auf der Bühne erleben konnte. Mit zum Tanzen animierenden Grooves und einer fetten Brass-Section heizen die Musiker ihrem Publikum ordentlich ein. Der charismatische Frontmann und Sänger Pasquale Aleardi arbeitet auch als Schauspieler und war bereits in zahlreichen TV- und Kinofilmen (u.a. in „Resident Evil") zu sehen.
Wir hatten Gelegenheit zu einem Gespräch mit Bandleader Greg Zimmermann und Sänger Pasquale Aleardi.

Xound: Ihr beide habt Big Gee vor etwa zwei Jahren gegründet. Wie ist Big Gee entstanden?

Greg: Ich habe bereits früher schon mit Pasquale gearbeitet, wir haben verschiedene Songs produziert. Irgendwann merkten wir, dass wir im Studio alleine nicht weiterkommen und ich hatte den Wunsch, eine Band zu gründen. Es lag auf der Hand, eine Funk-Band zu gründen, wo Pasquale auch der Frontsänger sein sollte. Wir haben mit verschiedenen Musikern angefangen zu arbeiten, die Bläser stießen dazu und so kam eins zum anderen.
Wir begannen auch gleich, die ersten Songs zu produzieren. In der Anfangszeit haben wir ja noch Titel in Englisch gesungen, mittlerweile schreiben wir nur noch deutsche Texte.
Die meisten Songs kommen von Pasquale, Marc oder mir.

13380214Pasquale: Das Besondere an der Sache ist vor allem die Chemie zwischen Greg und mir. Wir haben uns im Theater kennen gelernt, und als ich erfahren habe, dass er ein Studio hat, bin ich mit meinen eigenen Songs zu Greg und wir haben entdeckt, dass wie, wenn wir zusammen arbeiten, eine besonders wahnsinnige Chemie im Raum steht und das hat letztlich dazu geführt, dass wir gemerkt haben, dass wird uns im Studio zu eng, das muss raus. Das schöne war, dass gerade mit Greg und Marc die abwegigsten Ideen ausprobieren konnte und man wurde dafür nicht bestraft (lacht). Wenn ich z.B. bei einem Song das Gefühl hatte, da müssten Affen als Percussion-Element dazu, so waren beide einfach offen und das ist ein riesengroßes Geschenk so arbeiten zu können.

Xound: Es im Laufe der Zeit leider für viele Musiker kaum noch möglich, ohne Kompromisse das zu machen, worauf man Bock hat.

Greg: Es war halt für uns wichtig, keine Kompromisse eingehen zu müssen. Wir waren der Meinung, es ist unsere Band und wir lassen uns erst einmal von keiner Plattenfirma oder von keinem Verlag reinreden.

Xound: Wenn ihr neue Songs schreibt, wie geht ihr vor? Werden die Tracks gleich im Studio produziert oder erarbeitet ihr die Songs wie die meisten Bands im Proberaum?

Greg: Meist produziert derjenige, der den Song einbringt, den Song so halbwegs als Demo vor und dann entwickeln wir die Sachen, auch meist direkt mit Bläsern im Proberaum zu Ende. Wir müssen dann schauen, was Live funktioniert. Viele Dinge die man sich im Sequenzer ausdenkt, müssen dann für Live umarrangiert werden oder es kommen neue Teile dazu.

Xound: Ihr habt beim deutschen Rock und Pop-Preis 05 den ersten Preis in der Kategorie Funk/Soul bekommen...

Greg: ...und Platz zwei in der Sparte „Pop".

Xound: Hat sich danach für euch etwas verändert?

Greg: Ja, auf jeden Fall. Wir haben dadurch viele neue Kontakte bekommen, wie auch zu eurer Redaktion (lacht). Ebenso haben sich viele Kontakte zu Studios ergeben, wir haben gerade auch in einem dieser Studios, im Horus Sound Studio Hannover, unsere EP aufgenommen, das ist sehr geil geworden, wir werden die EP sehr wahrscheinlich Ende Juli veröffentlichen. Daher an alle Leser: Bitte unsere Website ab Anfang August checken!

Xound: Habt ihr mit einem Produzenten zusammengearbeitet oder wurde die Produktion in Eigenregie gemacht?

Greg: Ich habe die Platte produziert, d.h. wir haben das Studio nur gemietet. Weil man dort an unser Projekt geglaubt hat, haben wir auch einen super Kurs bekommen.
Die Stimmung war wirklich super.

Xound: Wo wird die EP veröffentlicht?

13380039Greg: Wir führen noch Gespräche mit einigen Labels und schauen, ob sich jemand dafür interessiert, ansonsten veröffentlichen wir die Platte auf unserem eigenen Label.

Xound: Es wird ja heute immer schwieriger, einen richtigen Plattendeal zu bekommen. Was ist eure Triebfeder, woher kommt eure Motivation?

Greg: Ich glaube einfach daran, dass unsere Musik irgendwann einmal funktionieren wird -Funk-Musik mit deutschen Texten gibt es ja in der Form nicht.

Es gab so viele Künstler, die über viele Jahre gearbeitet haben und irgendwann einmal hat es dann gefunkt. Ich glaube vor allem, dass vor dem Hintergrund der ganzen „Plastik-Musik", mit Superstars und allem was dazugehört, die echten Bands wieder Erfolg haben werden.

Pasquale: Das Schwierige ist halt, geduldig zu bleiben und nicht aufzugeben. Das Problem ist vielleicht, gerade am Anfang, mit acht Leuten aufzutreten. Wenn es irgendwann mal die ersten großen Wellen schlägt, wird ja vieles leichter.

Aber es macht uns einen Riesen-Spaß und die Energie die wir auf der Bühne haben, konnten wir auch in unserer Produktion eingefangen.

Greg: Bei unseren Live-Gigs sind die Leute immer aus dem Häuschen und fragen danach, wo man die Musik kaufen kann. Das war auch einer der Gründe, warum wir diese EP gemacht haben. Alleine das Feedback unseres Publikums sagt uns, dass wir in jedem Fall weitermachen müssen.

www.big-gee.de