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Tom Deininger (Klee) (fünf 06) PDF Drucken E-Mail

„Zwischen Himmel und Erde“

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Bereits Anfang 2005 stellten wir die Kölner Band Klee zum ersten Mal in Xound vor, damals kurioserweise als Vertreter des Saarlandes bei Stefan Raabs erstem Bundesvision Song Contest. Das letzte Jahr dürfte mit mehr als 120 Live-Auftritten, inkl. allen Festivals, ein aufregendes Jahr für Klee gewesen sein. Doch selbst nach der Nena-Tour (Klee spielte auf Nena´s Einladung im Vorprogramm der Nena-Tour) im letzten Herbst, wollte sich das kreative Trio keinesfalls zur Ruhe setzen und startete sofort mit dem Schreiben neuer Songs durch.

Klee, das sind Suzie Kerstgens (Gesang, texte, Komposition), Sten Servaes  (Gesang, Keyboards, Komposition, Produktion)  und Tom Deininger (Gesang, Gitarre, Komposition, Produktion), verstärkt durch die Schlagzeuger Daniel Klingen und dem neuen Bassisten Pele Götzer.

 „Zwischen Himmel und Erde“ heißt das neue Album und genau zwischen Himmel und Erde hat sich Klee mit seinen Songs wieder definiert. Mit einem perfekten Mix aus einprägsamen und doch außergewöhnlichen Melodien, eingebettet in zauberhafte, mit Liebe gestalteten Atmosphären gelingt es Klee, die einfachen, irdischen Worte der Schwerkraft zu entziehen. Obwohl das neue Album mehr akustisch, weniger elektronisch angelegt ist, ist der charmante Klee-Sound mit seiner intensiven Leichtigkeit unverkennbar geblieben. 

Die Single-Auskopplung „Die Stadt“ schaffte übrigens den Neueinstieg in die Singlecharts gleich auf Platz 55.

Wir hatten Gelegenheit zu einem Gespräch mit Tom Deininger.

Xound[X]: Wo habt ihr die neue Platte produziert?

Tom: Wir haben in Köln im Topas-Studio Schlagzeug, Flügel und Gesang aufgenommen – das Topas-Studio ist ein wunderschönes Jazzstudio. Alles andere haben wir, wie auch beim letzten Album, wieder im eigenen Studio produziert. Was uns sehr geholfen hat, war, dass der Music Store in Köln uns einen kompletten Apple G5 Arbeitsplatz mit Vorverstärkern und Wandlern zur Verfügung gestellt hat. Dadurch hatten wir zwei Arbeitsplätze zur Verfügung,  an denen wir gleichzeitig arbeiten konnten.

An unserem G5 haben wir die Programmings gemacht  und z.B.  Strings arrangiert – echte Streicher konnten wir uns nicht leisten. Ich hatte dann im anderen Raum den Music Store G5 und hab die Gitarren und Bässe aufgenommen.

Das Album ist so nach relativ kurzer Zeit fertig geworden. Wir haben uns Mitte Dezember unmittelbar nach der Nena-Tour hingesetzt, etwa zwei, drei Wochen gearbeitet und sind dann schon ins Studio gegangen, um Schlagzeug aufzunehmen. Das Album war Ende Februar fertig.

X: „Zwischen Himmel und Erde“ hat weniger Elektronik–Elemente.

Tom: Ja, „Zwischen Himmel und Erde“ ist sehr viel akustischer angelegt und daher gibt es auf dem neuen Album auch weniger  Synthie-Sounds oder programmierte Schlagzeug-Tracks.

kleepressefotos_suzie_grassX: Wie hast du die Gitarren aufgenommen?

Tom: Alle Gitarren wurden  über Guitar Rig eingespielt. Wir haben zunächst versucht, die Gitarrensounds noch mal zu Re-Ampen und haben dabei allerdings festgestellt, dass die Guitar Rig Sounds, so wie sie waren, besser funktionierten als über den Amp.

X: Nimmst du direkt die späteren Sounds auf oder spielst du zunächst nur cleane Sounds ein und hörst dabei über Guitar Rig ab?

Tom: Ich gehe zunächst in einen Preamp - ich hatte dazu einen SPL Chanel One zur Verfügung. Danach suche ich mir einen passenden Sound und probiere dann zum Song, ob der Sound so gut funktioniert oder suche Alternativen. Ich halte nichts davon, zu abstrahieren, wie die Gitarre eventuell später sein sollte. Es ist schon sehr abhängig vom Sound, wie man spielt.

X: Euer letztes Album hat Peter Schmidt gemischt. Wie war es bei „Zwischen Himmel und Erde“?

Tom: Auch hier hat Peter Schmidt die Mischungen gemacht, jedoch dieses Mal nicht bei uns,  sondern in seinem eigenen Studio, im Ballsaal-Studio in Berlin, wo Peter sich eine Mixing-Suite eingerichtet hat.  Dieses Studio ist sehr schön und befindet sich in den Räumen der alten Teldec-Studios – früher wurden dort die Klassik-Aufnahmen der Teldec gemacht.

X: Wart ihr bei der Mischung dabei oder habt ihr Peter alleine arbeiten lassen?

Tom: Auch wenn wir Peter voll vertrauen, waren wir schon immer dabei. Das ist ja auch wichtig, schließlich haben wir das Album ja auch selbst produziert. Selbst wenn Peter die Songs bereits von unseren Demos kennt, hat er auch schon mal Fragen, wie gewisse Instrumente gemeint sind, oder ob bestimmte Sounds eher im Vordergrund oder im Hintergrund bleiben sollen.

Wir haben Peter als Mischer ausgesucht, weil er weiß, wie Klee klingen soll.

Natürlich macht Peter erstmal seine Grundsetups, arbeitet an den einzelnen Sounds, bearbeitet die Spuren mit Kompressoren und Equalizern und mischt die Elemente schon mal zusammen und dann kommen wir ins Spiel. Dieser ganze Technikkram und die Einzelsignalbearbeitung interessiert uns eigentlich weniger. Wir kommen dazu, wenn es um den Gesamtsound, um die Songs geht. So haben wir immer einen frischen Höreindruck.

X: Ihr seid ja zur Zeit auf Tour, spielt ihr da die neuen Titel?

Tom: Bei den früheren Touren haben wir immer nur vier bis fünf neue Titel gespielt, der Rest des Programms waren die alten Titel. Dieses Mal spielen wir sogar zehn Songs vom neuen Album und nur vier oder fünf alte, darunter natürlich die Singles wie „Gold“, „zwei Fragen“, „Tausendfach“ usw. Inkl. Zugaben kommen wir auf etwa 20 Songs, das ganze dauert dann ungefähr zwei Stunden, weil Suzie auch zwischendurch immer viel erzählt.

X: Wie waren die ersten Gigs?

Tom: Wirklich super, wir hatten bisher erst vier Konzerte, aber alle waren rappelvoll, wir sind wirklich happy. Es ist wirklich schön, vor vollen Hallen zu spielen und die Leute so begeistert zu sehen.

www.kleemusik.de