Advertisement

Advertisement

Ben Jammin (zwei 07) PDF Drucken E-Mail

Sieger beim deutschen Rock- und Pop-Preis 2006

Beim deutschen Rock- und Pop-Preis 2006 räumte die Band Ben Jammin als Sieger gleich zweimal ab, sowohl in der Kategorie Pop, als auch in der Kategorie Funk.
Was hat sich nach dem deutschen Rock und Pop-Preis für die Band getan?

Ben Jammin, das sind Ben (Lead-Vocals), Danny (DJ-Tools), David (Gitarre), Marc (Bass), Micha (Keyboards) und Flo (Schlagzeug) bereiten sich zur Zeit gemeinsam mit Produzent Wolfgang Stach (bekannt z.B. durch Projekte wie Guano Apes, BAP, Karpatenhunde) auf einen ganz großen Schritt vor.

Wir trafen die Band im Kölner Maarweg-Studio gemeinsam mit Wolfgang Stach.

logo_okt06_cmyk

 

 

Xound: Wie ist Ben Jammin entstanden?

David: Wir haben Ben Jammin vor etwa anderthalb Jahren gegründet, wir kannten uns bereits aus der Mainzer Musikszene und haben z.T. auch vorher schon in diversen Projekten zusammen Musik gemacht. WIR HATTEN ALLE DEN ANSPRUCH, EINE BAND ZU MACHEN, IN DER JEDER MUSIKER GUT IST, und so haben wir es mit der Zeit geschafft, die Besten (lacht) zusammenzubringen.BenJammin-0218

Xound: Wie ist das Ganze dann gewachsen, habt ihr viel live gespielt?

David: Wir haben zunächst an vielen Wettbewerben teilgenommen - ich glaube, bereits der zweite Gig war ein Wettbewerb - und haben auch glücklicherweise ziemlich alle gewonnen. Die Veranstaltungen waren z.T. sehr groß - als wir z.B. beim Rockbuster-Wettbewerb ins Finale kamen, so standen wir plötzlich vor mehr als tausend Leuten. Bei dem darauf folgenden „Local-Heroes"-Wettbewerb waren es sogar noch mehr Zuschauer. D.h. wir konnten durch die Wettbewerbe gleich mit relativ großen Veranstaltungen starten.
Ansonsten haben wir auch darüber hinaus sehr viel live gespielt, alles was möglich war.

Xound: Ihr habt im letzten Jahr den deutschen Rock- und Pop-Preis in der Kategorien Pop- und Funk gewonnen. Hat sich durch diesen Preis für euch etwas verändert?

Ben: Ja, wir hatten erstens eine schöne Resonanz in der Presse und haben zweitens durch den Preis einen gewissen Status erlangt, das merken wir, wenn wir z.Zt. mit Veranstaltern über Gigs verhandeln. Und drittens bedeutet es Ruhm (alles lacht), ja das ist doch auch was, ein bisschen Ruhm, ich bin stolz darauf. Ich hätte, ehrlich gesagt, nicht daran geglaubt, dass wir den Preis gewinnen - wir hatten ja auch nur ein paar Minuten zum aufbauen.

Xound: Wolfgang Stach sagte mir, dass ihr schon lange vor dem deutschen Rock- und Pop-Preis zusammengearbeitet habt. Wenn man doch schon „versorgt" ist, warum nimmt man dann noch an einer Art „Nachwuchswettbewerb" teil?

Ben: Es gibt den deutschen Rock- und Pop-Preis schon länger, man kennt den Preis. Ich kannte die Veranstaltung noch aus Hamburg, wo ich auch vor drei Jahren mal mit einer Band aufgetreten bin, was nicht heißen soll, dass ich jetzt den nächsten Anlauf mit der nächsten Band versuchen wollte.
Wir haben uns einfach gesagt, wir machen da mit, weil es auch für Sponsoring ganz gut ist, wenn man gewinnt und darüber neue Kontakte bekommt.
Wir hatten uns erhofft, durch den Preis auch andere Bands kennen zu lernen und wollten gerne in diesem Theater spielen.

David: WIR SEHENUNS JETZT NICHT IN DER POSITION ZU SAGEN: „DAS HABEN WIR JETZT NICHT MEHR NÖTIG. Wir nehmen halt vieles wahr, was angeboten wird, und es hat uns ja auch weitergebracht.

BenJammin-0323

Xound: Wie weit seit ihr mit eurer Produktion?

Marc: Im Januar letzten Jahres haben wir eine 5-Track EP aufgenommen, die wir im Eigenvertrieb verkaufen.

Wir haben jetzt die zweite Phase mit neuen Demos abgeschlossen und in dieser letzten Aufnahme-Session sind einige neue Songs entstanden, die wir auch zur Bewerbung bei verschiedenen Labels nutzen wollen. Es gibt erste Labelkontakte, und wir hoffen, dass wir ein Album aufnehmen können. Das ist der aktuelle Stand.

Xound: Was ist euer Ziel? Wollt ihr zur einer Major-Company?

Marc: Wir sind nun erst einmal an den Major´s dran und schauen, wie diese reagieren. WIR DENKEN SCHON, DASS WIR EIN MAINSTREAM THEMA SIND, von daher wäre auch eine Major-Company interessant.

Wolfgang: Interessant ist, dass sich die Arbeit in zwei Phasen aufgegliedert hat. Gleich nach unserem Kennenlernen beim Rockbuster-Finale haben wir die EP aufgenommen, wo wir zum ersten Mal im Studio zusammengearbeitet haben. Dann gab es ein längere Zeit, in der die Band wieder live gespielt hat, und es hat sich eine Weiterentwicklung auf der Basis der ersten Session ergeben. Mit der zweiten Session haben wir dann , weil sich die Band auch stilistisch extrem weiterentwickelt hat, eine neue „Stufe" eingeleitet. Das Ganze hat sich noch einmal verdichtet, woraus auch sehr gute Stücke entstanden, die dem aktuellen Stand der Band entsprechen.
Wir stehen jetzt an einem Punkt, wo die Band auch für Major-Companies interessant ist.

BenJamin-00373b

Xound: Wie geht ihr vor, wenn ihr neue Songs schreibt?

Daniel: Hier gibt es mehrere Phasen. Meist ist es so, dass sich ein oder zwei Leute, d.h. kleinere Gruppen treffen, die Songideen zu Hause vorproduzieren, damit man einfach ein gewisses Grundgerüst eines Songs stehen hat. Dann wird dieser Song im Proberaum vorgestellt und dann arbeiten wir alle gemeinsam noch mal an dem kompletten Song mit allen Feinheiten, bis der Song steht. In der letzten Phase machen wir zunächst ein Brainstorming, um welches Thema es gehen soll, was zum Song passt, usw. - dann schreiben wir alle zusammen die Texte.

Xound: D.h., alle schreiben am Text mit? Das ist ja schon ungewöhnlich.

Daniel: Ja, an diesem Brainstorming nehmen immer alle teil, damit wir auch viele Ideen sammeln können und viele Einflüsse auf die Songs wirken. Diese Vorgehensweise hat uns von Anfang an charakterisiert, und das wollen wir auch beibehalten.

David: Das funktioniert sehr gut. Wir haben uns auch dahingehend als Band entwickelt und haben eigene Wege gefunden, an die Dinge heranzugehen. Ich kannte das auch von anderen Bands nicht so, wahrscheinlich hat das vorher keiner von uns so gemacht. JEDER IST ZU GLEICHEN TEILEN IN DAS SONGWRITING INTEGRIERT, UND NUR DESHALB KLINGT ES AUCH SO, WIE ES KLINGT.

BenJammin-0095Xound: Oft ist es nicht einfach, die optimale Balance zwischen bestem Studio-Sound und dem Sound auf der Bühne hinzubekommen. Was ist euch wichtig?

Marc: Für uns ist es ein wesentlicher Faktor, dass wir das, was wir im Studio aufnehmen, auch live umsetzen können. Natürlich klingt die Produktion meist etwas fetter, da auch live nicht immer das Equipment da ist, um es so fett klingen zu lassen.

Alles, was von uns auf Band kommt, wird auch live von uns so wiedergegeben. Es ist eine Stärke der Band, dass wir den Studiosound auch auf der Bühne umsetzen können.

Daniel: Für uns ist halt auch wichtig, dass auch die Studio-Aufnahmen noch nach Live-Band klingen. Man könnte die Musik, die wir machen, auch sicherlich anders klingen lassen, mehr programmierter, mit weniger Live-Charakter, aber dieses Live-Feeling ist uns wichtig.

David: Unser Sound hat auch etwas mit dem Entstehungsprozess zu tun. Die Musik, die wir machen, ist nicht unbedingt die typische Band-Musik. Solche Musik wird oft von DJ´s oder Produzenten programmiert. Von unserem Format her sind wird jedoch eher wie eine Rockband, die im Proberaum steht und die Songs zusammen schreibt. Daher wird die Musik immer live klingen, d.h. wir müssen uns nicht verbiegen, um den Studio-Sound auf die Bühne zu transportieren.BenJamin-00218

Xound: Ein Plattenvertrag ist ja für euch schon fast zum Greifen nahe. Wollt ihr denn trotzdem weiterhin Wettbewerbe besuchen?

Daniel: Man muss ja jetzt mal eine Lanze für die Wettbewerbe brechen. Wenn es die Wettbewerbe nicht gegeben hätte, säßen wir wahrscheinlich jetzt nicht hier - das ist ja nichts Negatives.

Xound: Für mich stellen die Wettbewerbe ja eine Art Plattform dar, auf der sich Bands präsentieren können, um weiter zu kommen, um vielleicht Kontakte auch zu Produzenten und Labels zu bekommen. Dann stellt sich halt irgendwann die Frage, was man in dieser Hinsicht noch erreichen möchte? Dazu kommt ja, dass man als angehende Profiband mit professionellem Produzenten den wirklichen Einsteigern natürlich so manche Chance nimmt.

Marc: Es kommt ganz darauf an, was der Wettbewerb für Ziele hat. Über die beiden gewonnenen Wettbewerbe haben wir eine Art Grundförderungsmaßnahme bekommen, wir haben eine Struktur aufgebaut, so dass wir nun in einer Art Netzwerk integriert sind und wo man bezüglich Live-Auftritten agieren kann. Es gibt jetzt einen aktuellen Wettbewerb von Bitburger, wo man einen Auftritt bei „Rock am Ring" gewinnen kann, was eine sehr reizvolle Sache ist. Da machen wir natürlich mit, da es uns z.Zt. alleine nicht möglich wäre, auf dem Festival zu spielen.

Daniel: Wettbewerbe sind für uns momentan nicht das Wichtigste, wir haben andere Prioritäten gesetzt, doch wenn sich etwas Interessantes anbietet, sagen wir nicht nein.

BenJammin_245_USM-KopieXound: Was habt ihr für Erwartungen an das, was sich da in Bezug auf Major-Deal, usw. anbahnt?

David: Es klingt immer etwas komisch, wenn man sagt, man will Rockstar werden, doch das ist mein Traum, seit ich 10 oder 11 Jahre bin.
Wir möchten von der Musik leben, wenn möglich auch gut leben.

Daniel: Wir haben z.T. gar keine andere Wahl, das muss einfach klappen. Wir sind an dem Punkt angelangt, wo es keine Alternative mehr gibt, denn jeder von uns hat alles oder vieles aufgegeben, sei es Freunde oder Jobs. Wenn man ständig im Proberaum arbeitet und viele Konzerte macht, so bleibt halt nicht mehr viel Zeit und Energie übrig. Jeder von uns versucht sich mit Minimalaufwand über Wasser zu halten, und wenn das nicht klappt, so stehen wir alle vor einem leeren Blatt.

Ben: Ich wünsche mir, dass sich die Band immer weiterentwickelt und wächst - es wächst schon seit anderthalb Jahren. Ebenso wünsche ich mir, dass unser Netzwerk zu all den Menschen, die wir kennen gelernt haben, wächst. ICH FÄNDE ES GUT, WENN UNSERE SONGS DEUTSCHLANDWEIT IM RADIO GESPIELT WÜRDEN, SO DASS WIR MIT UNSERER MUSIK GANZ VIELE LEUTE ERREICHEN.

Xound: Wir drücken euch die Daumen und wünschen euch viel Erfolg.

http://www.benjammin-band.de/