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Test: Tascam US-1641 PDF Drucken E-Mail
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„16 (Inputs) auf einen Streich“

Geräte, die weitaus mehr als nur eine Funktion bzw. Aufgabe erfüllen, sind schon seit einiger Zeit der Trend auf dem Audio-Markt. Beim US-1641 handelt es sich um ein Audio/MIDI-Interface der Firma Tascam. Auch hier setzt Tascam konsequent auf die schnelle USB-2.0-Schnittstelle.
Das kompakte Interface im 19“-Format (1 HE) bietet jede Menge Anschlüsse auf der Vorder-und Rückseite - mehr Buchsen und Regler kann man auf diesem Raum nicht unterbringen.
Insgesamt lassen sich 16 Eingänge und vier Ausgänge gleichzeitig nutzen – ideale Voraussetzungen für Mitschnitte einer ganzen Band im Studio oder für Mehrspur-Live-Recordings mittels Computer. Das US-1641 arbeitet mit einer 24 Bit- Auflösung und unterstützt Samplerates bis 96 kHz. MIDI-seitig ist das US-1641 als 1-Port MIDI-Interface konzipiert und bietet somit jeweils 16-MIDI-Kanäle ein- wie ausgangsseitig.

Die Frontplatte
Gleich auf der Frontplatte befinden sich acht symmetrische XLR-Buchsen als Mikro-Eingänge. In Vierer-Blöcken (1-4 bzw. 5-8) kann die Phantom-Power über zwei kleine Schalter aktiviert werden. Ebenfalls direkt von vorne zugänglich finden wir zwei Klinkenbuchsen. Die Funktion der beiden Buchsen kann per Umschalter individuell zwischen Gitarren- oder Line-Eingang gewechselt werden. Als Gitarren-Input ist die Buchse dann für unsymmetrische Signale ausgelegt, im Line-Betrieb sogar für symmetrische Anschlüsse.
Die Eingangsempfindlichkeit der 10 genannten Inputs lässt sich über 10 kleine Gain-Regler einstellen. Der Regelbereich für die Mikro-Eingänge liegt zwischen –2 dBu und –58 dBu. Bei den Line-Eingängen steht ein Bereich zwischen +4dBu und –42 dBu zur Verfügung.
Als Aussteuerungs-Anzeige dient jeweils eine LED, die bereits bei einem Signalpegel von
-30 dBFS anspringt. Sobald der Signalpegel die -2dBFS-Marke passiert, leuchtet die LED rot auf. Somit hat man stets eine direkte Kontrolle am Audio-Interface in Ergänzung zu den Aussteurungs-Anzeigen innerhalb der Recording-Software.
Gleich daneben befinden sich drei Regler für die verschiedensten Abhörfunktionen:
- Das „Phones“-Poti regelt den gleich darunter liegenden Kopfhörer-Ausgang (6,3mm Stereo-Klinke)
- Über den Monitor-Regler lässt sich die Abhörlautstärke der Monitor-Ausgänge auf der Geräterückseite einstellen.
- Der Mix-Regler kontrolliert die Balance zwischen den vom Computer zurückkommenden Signalen und den direkt von den Eingängen abgezweigten latenzfreien Input-Signalen.
D.h. in der einen Extremstellung (nach links) hört man lediglich die direkten Eingangssignale, beim Rechts-Anschlag dagegen hört man die via Computer zurückgespielten Signale. Dazwischen hat man die freie Wahl, je nach gewünschter Abhör-Situation. Die Mix-Funktion wirkt sich gleichermaßen auf den Kopfhörer- wie auch den Monitor-Ausgang aus.

Die Rückseite

In Bezug auf die Anschlüsse war es das noch nicht. Auf der Geräte-Rückseite finden wir weitere Anschlüsse. Neben der Netzbuchse, dem USB 2.0 Anschluss und den MIDI In/Out-Buchsen geht es weiter in punkto Audio:
Als symmetrische Klinken-Buchsen ausgelegt finden wir hier vier weitere Line-Eingänge, allerdings ohne Pegelregler. Die Eingangs-Empfindlichkeit kann jedoch mittels kleiner Schalter individuell für jeden Eingang zwischen –10dBV und +4dBu umgestellt werden.
Neben den bereits genannten beiden Ausgängen für das Monitoring hat das US-1641 noch vier weitere Ausgänge zu bieten. Wie diese Einzelausgänge letztlich genutzt werden, konfiguriert man in der jeweiligen DAW-Software. Alle Ausgänge sind symmetrisch ausgelegt und liefern einen Nominalpegel von +4dBu.
Last but not least währen noch die digitalen Ein- und Ausgänge (Stereo) im S/PDIF-Format als Cinch-Buchen zu nennen.

Rechneranbindung
Unterstützt werden von den Treibern des US-1641 die Windows-Systeme XP SP 2 oder Vista (32-Bit Versionen).
Für Mac-User lässt sich das US-1641 ab Mac OS X 10.4 einsetzen.
Wir testeten das Gerät unter Windows XP SP2. Die Installation der Treiber und der zugehörigen Software ging schnell und problemlos über die Bühne. Es empfiehlt sich jedoch eine deutlich bessere Rechnerausstattung zu verwenden, als die empfohlene Minimalkonfiguration seitens des Herstellers. Um alle Features des Interfaces sinnvoll nutzen zu können, sollte der PC am besten mit einem 2GHz-Prozessor, 2GB Arbeitsspeicher und einer schnellen Festplatte ausgestattet sein.
Weiterhin empfiehlt es sich, keine weiteren USB-Geräte an der gleichen Schnittstelle zu verwenden.
Zum Lieferumfang des US-1641gehören neben den Treiber-Software-CDs auch eine Version von Cubase LE 4 und das Tascam Continuous Velocity Piano, d.h. ohne zusätzliche Software lässt sich sofort loslegen.

Anwendung und Fazit
Das Handling des US-1641 ist recht einfach. Einmal installiert, braucht man eigentlich nur noch auf die optimale Aussteuerung der Inputs achten.
Der Sound der acht Mikrofoneingänge sowie der Line-Inputs liefert die gewohnte Tascam-Qualität.
Die Eingänge bieten genügend Headroom, und das Interface liefert insgesamt ein recht neutrales Klangbild ohne überzüchtete Höhen. Die Eingänge weisen selbst bei maximaler Vorverstärkung ein äußerst geringes Rauschen auf. Auch die DI-Eingänge können sich hören lassen, sie klingen für ein Produkt in dieser Preisklasse ebenfalls sehr neutral und offen. Der Kopfhörerausgang klingt druckvoll sowie kräftig und besitzt absolut ausreichende Reserven. Die Verarbeitung des Gerätes ist sehr ordentlich und macht einen robusten Eindruck.
Tascam stellt mit diesem Interface und der mitgelieferten Software ein zuverlässiges und gut klingendes System für den preisbewussten Anwender zur Verfügung.
Die Ausstattung ist reichhaltig und durchdacht auf die Software abgestimmt.
In Verbindung mit einem flotten Rechner ein ideales Recording-System für unterwegs, den Proberaum oder das Projektstudio.

www.tascam.de
UVP: 459 EUR

Anal
Tascam US-1641
Mikrofoneingänge 1–8 (MIC IN): XLR (symmetrisch)
Eingangspegel: –58 dBu (max.) bis –2 dBu (min.)
Line/Gitarren-Eingänge 9–10: 6,3mm-Klinke
Eingänge 11–14 (INPUTS): 6,3-mm-Klinke (symmetrisch)
Lineausgänge 1–4 (LINE OUT): 6,3-mm-Klinke (symmetrisch)
Kopfhörerausgang (PHONES): 6,3mm-Stereoklinke
Maximale Ausgangsleistung 50 mW + 50 mW (32 Ohm, Verzerrung 1 %)

Digitaleingänge und –ausgänge
Digitaleingang (DIGITAL IN) Cinch-Buchse
Signalformat IEC 60958 Consumer (SPDIF)
Digitalausgang (DIGITAL OUT) Cinch-Buchse
Signalformat Softwareseitig wählbar: IEC 60958 Consumer
(SPDIF) oder IEC 60958 Professional (AES/EBU)

Weitere Anschlüsse
MIDI-Eingang (MIDI IN) DIN-Buchse, 5-polig (Standard-MIDI-Format)
MIDI-Ausgang (MIDI OUT) DIN-Buchse, 5-polig (Standard-MIDI-Format)
USB-Anschluss USB-Anschluss Typ B
Format USB 2.0

Leistungsdaten Audio
Abtastrate (interne Clock) 44,1 kHz; 48 kHz; 88,2 kHz; 96 kHz
Quantisierung 24 Bit

Systemvoraussetzungen Hostcomputer
Betriebssystem Windows XP SP2 oder Windows Vista (32-Bit-
Versionen), Mac OS X Version 10.4 oder höher
Benötigte Treiber
Windows XP, Vista WDM (KS), ASIO/ASIO2 und GSIF2 Interface
Macintosh OS X Core Audio und MIDI-Interface

Anschlusswerte, Abmessungen, Gewicht
Abmessungen: 19“/ 1 HE (H x B x T): 44 mm x 483 mm x 280 mm