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Test: Dangerous Music D-Box PDF Drucken E-Mail

Die US-Firma Dangerous Music gilt als Hersteller von hochwertigem Mastering-Equipment. Dangerous Music war mit seinem revolutionären »2 Bus« auch einer der ersten Hersteller von Analog-Summierern. Abgeleitet von den Mastering-Serien, hat sich »Dangerous« in den letzten Jahren dem Thema Monitor-Controlling gewidmet. Mit der neuen D-Box vereint man nun Monitor-Controller, zwei Kopfhörer-Verstärker, D/A-Konverter und Summierer in einem 19"/1HE-Gehäuse. Damit geht das Konzept der D-Box weit über die Funktionen eines einfachen Monitor-Controllers hinaus. Durch den integrierten D/A-Wandler lässt sich das Dangerous Music Gerät direkt an den Digital-Ausgang einer Workstation bzw. eines Audio-Interfaces oder eines CD-Players anschließen. Die D-Box verfügt dafür über zwei separate Digital-Eingänge (AES oder S/PDIF). Es sei erwähnt, dass aber immer nur eine digitale Eingangsquelle aktiv sein kann. Betrieben wird das Gerät über ein externes Netzteil.

Analoge Eingänge
Zu den digitalen Inputs bietet die D-Box einen analogen Stereo-Eingang in Form von zwei symmetrischen XLRs. Die Eingangs-Empfindlichkeit liegt normalerweise bei + 4 dBu, kann allerdings auch durch einfache Programmierung auf – 10 dB Signale angepasst werden.
Dazu kommen acht Eingangs-Kanäle (via Sub-D-Stecker) für den integrierten 8-Kanal-Summierer. Dieser mischt nun die acht Einzelkanäle auf analoger Ebene zu einem Stereo-Signal zusammen, wobei die ersten sechs Kanäle als Rechts/Links-Pärchen (d.h. Kanal 1 ist im Panorama hart links, Kanal 2 hart rechts usw.) betrachtet werden, während sich die Kanäle 7 und 8 über zwei Regler auf der Frontplatte im Panorama frei einstellen lassen. Damit man sieht, ob Signale anliegen, verfügt die D-Box über acht einzelne Signal-LEDs.
Um das Summierer-Signal nun wieder zur Workstation oder zu einem separaten Master-Recorder führen zu können, findet man auf der Geräte-Rückseite wiederum zwei symmetrische XLRs. Um eine optimale Anpassung an die folgenden Geräte zu ermöglichen, wurde für den Summierer-Ausgang ein eigener Output-Regler vorgesehen.
Wahl der Eingangssignale
Je nachdem, welche Eingangsquelle man hören möchte, drückt man einfach die entsprechende beleuchtete »Input Select«-Taste, »SUM«, »ANALOG«, »DAW« oder »CD«.

Monitor-Umschalter
Die D-Box erlaubt den Anschluss zweier Monitor-Paare über die entsprechenden symmetrischen XLRs. Per Knopfdruck lässt sich zwischen beiden Alternativen bequem umschalten, wobei die Lautstärkereglung global, d.h. gleichermaßen für Haupt- und Nebenmonitor erfolgt. Bei einem Monitor-Controller darf auch der Mono-Schalter nicht fehlen. Per Tastendruck lässt sich somit überprüfen, ob das Signal monokompatibel ist. Auch hier wird der jeweilige Status der Funktion durch die Beleuchtung der Tasten angezeigt.
Die Bedienung der Tasten ist ganz raffiniert gelöst: Drückt man die Tasten nur kurz, so bleibt die Funktion aktiviert, durch erneutes Drücken wird die Funktion wieder deaktiviert. Drückt man die Taste dagegen länger, so wird die Funktion beim Loslassen der Taste wieder automatisch abgeschaltet. An dieses Konzept hat man sich schnell gewöhnt und möchte es nach ein wenig Praxis nicht mehr missen.

Talkback und Kopfhörer
Die D-Box verfügt über zwei separate Kopfhörer-Verstärker, die sich individuell in der Lautstärke regeln lassen. Die Anschlussbuchsen dafür befinden sich direkt auf der Frontplatte des Gerätes in Form von 6,3 mm Stereoklinken. Für die Kommunikation zwischen Regie-Raum und Kopfhörer-Weg ist die D-Box mit einer Talkback-Funktion inkl. integriertem Mikro und regelbarer Lautstärke ausgestattet. Das Talkback wird über die entsprechende Taste ebenfalls auf der D-Box Vorderseite aktiviert. Zur Fernbedienung dieser Funktion hat Dangerous Music auf der Geräte-Rückseite eine Remote-Buchse installiert. Es sei erwähnt, dass die Talkback-Lautstärke unabhängig von der Einstellung der Kopfhörer-Lautstärke ist.

Anwendung und Fazit

Das kompakte 19"-Gerät hat es schon in sich, nicht nur in Bezug auf die vielen interessanten Features, sondern auch in Bezug auf die Handhabung. Trotz der komplexen Features der D-Box ist die Bedienung kinderleicht. Praktisch ist vor allem, dass man mit der D-Box gleich einen Analog-Summierer an Board hat, denn hin und wieder macht es schon Sinn, gewisse Mixgruppen analog zu summieren.
Bei einem Monitor-Controller, vor allem mit integriertem D/A-Wandler, ist trotz aller Funktionen jedoch der Sound maßgebend.
Schließlich hört man ja alles von der Aufnahme bis zum Mix immer wieder über die Elektronik des Monitor-Controllers. Ich habe die D-Box mit meinem Benchmark D/A-Wandler/Monitor-Controller verglichen, der sicherlich zu den Besten gehört, und ich war sehr beeindruckt, wie gut die D-Box ihren Job macht. Der Sound war stets genauso transparent und offen, wie ich es gewohnt bin. Alles in allem ein gelungenes Konzept zu einem fairen Preis.


UVP: 1 666 EUR
www.dangerousmusic.de



Dangerous Music D-Box

- Summiersektion:
Frequenzgang: 1 Hz bis 100 kHz (+/– 0,1 dB)
Übersprechen: < –97 dB
THD+N: < 0,003 %
- Monitor-Sektion:
Frequenzgang: 1 Hz bis 100 kHz (+/– 0,1 dB)
Übersprechen: < –101 dB
THD+N: < 0,002 %
- D/A-Converter
Lock-Bereich: 30 kHz bis 100 kHz Samplingrate
Übersprechen: < –101 dB
THD+N: < 0,005 %