Steinberg Cubase 8.5

w1 CubasePr8.5Mit noch mehr musikalischen Tools als jemals zuvor stellt Steinberg seine neueste Version einer leistungsstarken digitalen Audio Workstation (DAW) vor. Viele Detailverbesserungen, die von zahlreichen professionellen Cubase Usern weltweit gewünscht wurden, sollen Musikproduktionen mit Cubase 8.5 noch produktiver und intuitiver machen. Neben einem effizienteren Workflow und zusätzlichen Kreativtools bietet Cubase 8.5 jetzt außerdem ein innovatives System für eine Cloud-basierte Zusammenarbeit mit anderen Cubase Usern: VST Transit.

 

Ob dies Steinbergs Entwicklern tatsächlich gelungen ist, wollen wir uns mal genauer ansehen.

Cubase 8.5 gibt es wie zuvor in zwei verschiedenen Versionen und zwar  in einer Vollversion Cubase Pro 8.5 und einer etwas leicht abgespeckten Version Cubase Artist 8.5.  
Das kleinere Cubase Elements 8 bekommt keinen Nachfolger, sondern bleibt als Cubase Elements 8 bestehen. Der Funktionsumfang der einzelnen Cubase Versionen wurde speziell auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Anwendergruppen abgestimmt – sowohl für den professionellen Musikproduzenten und Toningenieur bis zum ambitionierten Hobby-Musiker findet so jeder seine passende Cubase Version. Für unseren Test stellte uns die Firma Steinberg ein Cubase Pro 8.5 zur Verfügung. Hier schon mal ein Dankeschön an die Firma Steinberg. Kunden, die Cubase Pro 8 oder Cubase Artist 8 ab dem 15. Oktober 2015 aktiviert haben, erhalten von Steinberg ein kostenloses „Grace Period Update“ auf die Version 8.5. Dieses Angebot gilt für Vollversionen, Schulversionen, Updates und Upgrades.
Fast alle Verbesserungen gelten sowohl für die Cubase Pro-Version als auch für die kleinere Cubase Artist-Version.

Was ist neu?
Da Cubase 8.5 allgemein ein so umfangreiches DAW Programm darstellt, was den Rahmen eines Tests deutlich sprengen würde, wollen wir uns nur auf die wesentlichen Neuerungen und dessen Gesamteindruck bzw. Handling gegenüber der vorherigen Version Cubase 8 beschränken.

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Das neue Cubase 8.5 läuft unter Windows 7, Windows 8.x und Windows 10 und wird sowohl in einer 32bit und 64bit Version bereitgestellt. Für den Mac wird ein System mit Intel-Prozessor und OSX 10.10 oder 10.11 verlangt.  
8 GB RAM (Minimum: 4 GB) und ein Festplattenspeicher von 15 GB wird von Cubase  benötigt.
Cubase 8.5 ist, wie schon zuvor, über Steinbergs eLicenser kopiergeschützt, einen USB-Stecker, auf den die Lizenz zur Programmbenutzung einmalig online über das eLicenser Control Center übertragen werden muss. Danach kann die Software auf jedem beliebigen anderen PC verwendet werden. Die Installation des Cubase Pro 8.5 selbst verlief unter Windows 7 problemlos und ich war angenehm überrascht, dass die auf dem Test-PC bereits installierten Vorgängerversionen bestehen blieben. Das ist auch gut so, denn so kann man jederzeit mit seiner gewohnten Cubase Version arbeiten und sich nach und nach an die neue Version herantasten bis man dann irgendwann ganz umsteigt. Sehr schön!

Der anschließende Start des Cubase Pro 8.5 verlief nicht ganz ohne Vorkommnisse ab. Während des ersten Startvorgangs öffnete sich auf meinem Audio-PC ein Pop-Up Fenster mit der Fehlermeldung, dass die Anwendung unter dieser Kontrasteinstellung nicht ausgeführt werden kann.
Eine kurze Eingabe in Google löste aber das Problem umgehend. Cubase 8/8.5 und Nuendo 7 erfordern nämlich ein aktiviertes Windows Aero, welches bei meinem Audio-PC aus irgendeinem Grund abgeschaltet war. In der Systemsteuerung unter dem Menü Anpassung setzte ich schließlich ein Häkchen bei dem Menüpunkt Aero-Designs und schon startete danach das neue Cubase Pro 8.5 ohne irgendwelche Probleme oder Fehlermeldungen.
Wie schön, dass es doch Google gibt.

VST Transit
VST Transit ist Steinbergs neuer Cloud-basierter Collaboration Service, welcher vollständig in Cubase integriert ist. Dies erlaubt einem seine eigenen Audio- und MIDI-Spuren in einen Cloud-Speicher zu laden (ähnlich wie z.B.  Dropbox etc.), um an einem anderen Ort oder anderen Studio daran weiterarbeiten zu können. Alle Änderungen des Cubase-Projektes können dabei aber über die Cloud synchronisiert werden. Durch die Synchronisierung wird auch das Risiko, etwas zu vergessen, wie es oft bei der Anwendung mit der Dropbox passieren kann, auf ein Minimum reduziert. Man hat - egal wo man sich gerade befindet - jederzeit das aktuelle Projekt vor sich.
Das Revolutionäre daran aber ist, dass man nicht nur mit Freunden oder eigenen Band-Mitgliedern gemeinsam an einem Projekt arbeiten kann, sondern dass mit Hilfe eines Chats sogar die Funktionen einer echten Online-Community - inklusive Nutzerprofil und der Möglichkeit, neue Leute und damit mögliche Musikproduktionspartner kennenzulernen - geboten wird. So kann man z.B. verschiedene Songideen oder Remix-Ansätze eines Songthemas entwickeln, indem mehrere Musiker an dem gleichen Projekt arbeiten, um dann anschließend das Projekt  wiederum von anderen Musikern aus der Cloud zu Ende produzieren zu lassen – und das noch auf dem ganzen Globus verteilt. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Ich stelle mir da z.B. folgendes Szenario vor: Ein Musiker irgendeines Outbacks in Australien könnte ein Didgeridoo und eine Gitarre in Cubase 8.5 aufnehmen und anschließend in die Cloud hochladen, um es von einem Underground Produzenten in London remixen zu lassen, welcher wiederum seinerseits eine Percussion-Spur eines Darbuka-Spielers, den er aus Marokko kennt, hinzufügt, welche zuvor in Berlin mit Equalizern und Kompressoren eines befreundeten Mastering-Studios bearbeitet wurde, um das Ganze am Ende in New York von einem Toningenieur mischen zu lassen. Einfach genial! Da alle am kreativen Prozess beteiligt sind, wäre das der Beginn einer „Mega-Online-Band.“ Na, wenn da nicht so manche Erinnerungen an Peter Gabriels „One Wolrd - One Voice“ Projekt aus den 80ern wach werden. Voraussetzung hierfür ist natürlich eine schnelle Datenleitung.
VST Transit beinhaltet in der Basisversion 1 GB Traffic im Monat und 500 MB kostenlosen Speicherplatz. Der Traffic wird dabei nur für Downloads berechnet, Uploads sind unbegrenzt. Für Anwender mit höheren Ansprüchen stehen VST Transit Premium Accounts bereit, die für einen Zeitraum von 3, 6 oder 12 Monaten erworben werden können. Mit einem VST Transit Premium Account erhält man 20 GB Traffic im Monat und erweitert seinen Speicher auf 5 GB. Wird weiterer Traffic benötigt bevor der nächste Monat beginnt, gibt es die Möglichkeit 20 GB zusätzlichen Traffic zu erwerben. Die aktuellen Preise werden auf der Website des Herstellers angezeigt. (http://www.steinberg.net/de/products/zubehoer/vst_transit_premium.html)
Der Traffic, der von Teilnehmern eines Projekts verursacht wird, wird dabei immer vom Konto des jeweiligen Projektbesitzers abgerechnet. Die VST Transit Premium Accounts werden aktiviert wenn der erworbene Access Code in VST Transit eingegeben wird.
Die VST Transit Premium Accounts gelten individuell ab dem Tag der Aktivierung für den erworbenen Zeitraum. Ein Monat wird vom Kalendertag der Aktivierung bis zum selben im nächsten Monat gerechnet. Der Traffic von 20 GB wird jeden Monat zurückgesetzt. Traffic aus dem Vormonat kann nicht in den nächsten Monat übertragen werden.
Besonders umsichtig mit dem VST Transit sollten die unter uns Musikern oftmals vergesslichen bzw. zerstreuten Kandidaten umgehen. Wird nämlich ein Premium Account nicht erneuert, werden alle Media-Daten (z.B. Audio-Files) gelöscht und der Premium Account auf einen kostenlosen Account zurückgesetzt. Project-Files bleiben zum Glück erhalten, um ein einfaches Fortsetzen der Zusammenarbeit zu ermöglichen.

Nachteilig ist allerdings, dass bei der Cloud-Speicherung via VST-Transit weder Gruppen- und Effekt-Kanäle noch VST-Instrumente oder -Effekte von Drittanbietern (z.B. Native Instruments, UAD, Waves, Arturia etc.) einbezogen werden. Hier sollte man also die betroffenen Spuren mit den entsprechenden Plug-Ins vor dem Uploaden des Projektes in die Cloud erst mal als fertige Audiospuren rendern. Da sollte Steinberg dringend nachbessern.

Workflow
Für einen besseren Workflow wartet das neue Cubase 8.5 mit einigen neuen und teilweise herausragenden Features auf.
Ein sehr schönes Feature ist, dass beim Erzeugen neuer Audiospuren direkt im Menü festgelegt werden kann, welcher Gruppe die erzeugten Audiokanäle zugeordnet werden sollen. Gerade bei R&B, Soul und Gospel ist dies eine unschätzbare Erleichterung – hat man es da doch sehr häufig mit unzähligen Vocalspuren inklusive Backgroundchören in mehreren Lagen zu tun. Früher musste man danach alle Audiospuren einzeln den Gruppen zuordnen, was sehr mühsam war.
In gleicher Weise gestaltet sich das Generieren mehrerer Effektspuren mit einem Klick. So kann man gleich mal 3 oder 4 Hallkanäle erzeugen, die man später erst mit den entsprechen Hall-Plug-Ins beschickt.
Eines der für mich aber genialsten Features ist der Import von Spuren aus geschlossenen Projekten auf neue Spuren oder bestehende Spuren des aktuell geöffneten Projekts.
Über die Funktion „Importieren“ wählt man ganz einfach „Aus Projekt Importieren“.
Dabei öffnet sich dann ein Fenster, welches die auf der Festplatte befindlichen Projekte anzeigt. Klickt man auf eines dieser geschlossenen Projekte, werden in einem Fenster sämtliche, einzelnen Spuren z.B. Audiospuren, Midispuren, Instrumentenspuren, Markerspuren, Akkordspuren und Videospuren dieses Projektes angezeigt und man wählt ganz einfach die zu importierende Spur bzw. Spuren aus. Die Spur wird dann inklusive aller Einstellungen und Plug-Ins in das aktuell geöffnete Projekt importiert. Cubase erstellt sogar automatisch eine neue Track-Version wenn man eine bestehende Spur ersetzt, so dass man mit einem einzigen Klick zur Originalspur zurückkehren kann. Das ist wirklich klasse und darauf habe ich schon lange gewartet. Dies erhöht den Workflow ungemein. Hierfür gibt es ein ganz dickes Plus!
Leider werden in dem Auswahlmenü keine Gruppenspuren oder Effektspuren angezeigt und können demnach auch nicht (noch nicht) importiert werden, was sehr schade ist, da gerade Audiospuren häufig mit Gruppenspuren verknüpft sind. Gerade im professionellen Bereich wird heutzutage sehr viel mit Gruppenspuren gearbeitet. Denke aber mal, dass der Hersteller dies mit einem kleinen nachfolgenden Update beheben wird.

Ebenfalls überarbeitet wurde der Locatoren-Bereich. Es gibt nun extra Locatoren für „Punch In“ und „Punch Out“, die sog. Punch-Points, welche unabhängig von den Songpositions-Locatoren gesetzt werden können. Auch bleibt nun endlich die Songposition bei einer Tempoänderung bestehen und verschwindet nicht mehr aus dem sichtbaren Bereich des Arrangement -Fensters. Ein nerviges Makel älterer Cubase-Versionen.
Gerade für Remixer und Produzenten aus dem Bereich der elektronischen Tanzmusik, welche sehr häufig mit Drumloops und Vocalphrasen unterschiedlichster Geschwindigkeit arbeiten und häufig noch Tempoänderungen während des Sammelns von Songideen durchführen müssen, ist das eine enorme Arbeitserleichterung. Endlich!

Auch im Drumeditor wurde ein nützliches Feature bereitgestellt. Die Event-Darstellung des Drumeditors lässt sich umschalten. Notenlängen lassen sich nun wie im Key-Editor darstellen und verändern. Das macht vor allem bei langen Samples wie z.B. Crash- und Ride-Becken Sinn oder bei mit Reverb gesampelte Drumsounds, vor allem dann,w MediaBayRacks wenn das Ausklingverhalten eines Sounds nur über die Notenlänge gesteuert werden kann und keine eigene Release-Zeit beim Klangerzeuger zum Editieren aufweist.

Mit den neuen Media Bay Racks findet man seine Sounds und Files noch schneller, indem man sich intuitiv durch Icons und Bilder für VST-Instrumente, Libraries, Content Packs und Preset Kategorien klickt.

Retrologue2 ArpeggiatorRetrologue 2
Auch der in Cubase 6.5 eingeführte VST-Synthesizer Retrologue wurde komplett überarbeitet und mit weiteren Klangbausteinen bestückt. Steinberg spendierte dem Retrologue 2 einen dritten Oszillator und mehrere neue Oszillator- und Filter-Typen.
Die drei VCOs mit bis zu acht verstimmbaren Voices, sowie einem zusätzlichen Sub-Oszillator und Noise Generator bilden die Grundlage seiner Klangerzeugung. Die polyphonen Oszillatoren bietenRetrologue2 Oberfläche vielfältige Einstellmöglichkeiten von Basis-Wellenformen über  Sync und Cross-Modulation bis hin zu komplexen XOR Schaltkreisen, Pulsweiten-Änderung und konfigurierbarer Ring-Modulation. Mit verschiedenen Retrigger-Modi lässt sich die Phase jedes Oszillators beeinflussen, was einen authentischen Analog-Sound erzeugt – sogar für druckvolle analoge Drum-Sounds. Auch die Hüllkurven reagieren schnell genug.
Die Filter-Sektion (VCF) bietet 24 Filtertypen und Retrologue2 Effektefünf Distortion Modi. Mit dem Key Follow Regler und der ADSR-Hüllkurve kann der Filter-Cutoff ohne weiteres Setup sofort gesteuert werden. Der VCA beinhaltet außerdem eine fest verdrahtete Lautstärke-Hüllkurve mit Reglern für Attack, Decay, Release und Sustain.

Ebenfalls neu hinzugekommen sind zwei zusätzliche LFOs, eine dritte Hüllkurve und sechs weitere Slots in der Modulationsmatrix. Sein Drag & Drop Interface Design erlaubt dabei ein Zuweisen von Modulationsquellen und – zielen in wenigen Sekunden. Dadurch gewinnt die Klangerzeugung des Retrologues 2 deutlich an Flexibilität. Vor allem die gegenüber der Vorversion erweiterten Modulationsmöglichkeiten dürften Synthesizer-Enthusiasten und Sounddesigner zu schätzen wissen. Um die Sounds am Ende zu veredeln liefert die Effekt-Sektion vier verschiedene Modulationseffekte wie Phaser, Flanger und Chorus, ein Stereo-Delay, einen algorithmischen Reverb und einen 4-Band-Equalizer. Bis zu sechs Effekte können gleichzeitig verwendet werden und dank frei konfigurierbarer Effektketten findet man schnell die richtigen Effekt-Kombinationen für seinen Sound. Besondere Beachtung verdient der 3-Band-Resonator, der das Filtern von Formanten für tonale Modifikationen von Vocal-, Streicher- und Bläser-Sounds ermöglicht. Ausgestattet mit 14 verschiedenen Filter-Konfigurationen, besteht der Resonator aus drei Filtern für Low-, Mid- und High-Bänder, die parallel verwendet werden, wobei jeder durch einen speziellen LFO moduliert werden kann.
Mit seinen über 400 neuen Presets  macht der Retrologe 2  seinem Namen alle Ehre. Neben vielen und sehr gut klingenden Sounds der 80er Jahre, angefangen von Arpeggio-Patterns, perkussiven Drum-Sounds, durchsetzungsfähigen Leads, warmen Pads und satten Bässen, sind dort auch einige experimentellere Klangfarben zu finden, welche die neuen Möglichkeiten der Klangerzeugung eindrucksvoll demonstrieren.
Ein Arpeggiator mit 32 Steps wurde ebenfalls integriert und rundet den überaus positiven Gesamteindruck des Retrologues 2 ab.

Akkordpads
Bei den in Cubase 8 eingeführten Akkordpads handelt es sich um eine Funktion, mit der sich komplette Akkorde über Steuertasten auf dem Masterkeyboard, über Drum-Pads oder einfach über Mausklicks Abspielen lassen, um damit VST-Instrumente anzusteuern. Ein Mittel, welches sehr gerne bei Deep und Tech House Produktionen von weniger virtuosen Spielern genutzt wird. Ein Nachteil war bisher allerdings, dass sich auf diesem Weg keine Akkordbrechungen spielen lassen, welche bei Rock/Pop- aber auch R&B-Produktionen häufiges Stilmittel sind. Dies ist nun endlich möglich. Mit einem nun neu hinzugekommenen Play-Mode, der sich  „Sections“ nennt, lassen sich jetzt auch einzelne Akkord-Töne auf separate Tasten eines Masterkeyboard legen. Sehr schön!

Profil-Manager
Profile ermöglichen es Einem, benutzerdefinierte Programmeinstellungen zu speichern.
Neben den Programmeinstellungen werden auch Werkzeugzeilen-Einstellungen für alle Fenster, globale Arbeitsbereiche, Spurbedienelemente, Spurbedienungs-Presets, Presets für Eingangs- und Ausgangsbusse, Plug-In-Kollektionen, Quantisierungs-Presets, Crossfade-Presets und Tastaturbefehle darin gespeichert.
Alle Änderungen an diesen Einstellungen werden im aktiven Profil gespeichert.
Man kann nun zwischen Profilen wechseln und seine Profile zur Nutzung auf anderen Computern importieren und exportieren. Profile sind sehr nützlich, wenn man auf mehreren Computern arbeitet, unterschiedliche Einstellungen für unterschiedliche Projekte verwendet oder in einer Studioumgebung ist, wo mehrere Benutzer am selben Computer mit Cubase arbeiten. Profile werden als Dateien mit der Dateinamenerweiterung .srf gespeichert.
Dieses Feature ist eines der wenigen, welches nur in der Pro Version enthalten ist.

Audio-Engine
Während des gesamten Test – vor allem beim Monitoring über meinen Studiokopfhörer – fiel mir die überaus hervorragend klingende Audio-Engine bei Cubase Pro 8.5 auf.
Da ich von Cubase 6.5 und Cubase 7 kommend direkt auf Cubase 8.5 umgestiegen bin, kann ich nicht ganz ausschließen, ob das schon bereits seit Cubase 8 der Fall ist. Jedenfalls klingt die gesamte DAW im Mixdown wesentlich transparenter, räumlicher, analoger und weniger gepresst, um es bildhaft zu umschreiben. Man hat wirklich das Gefühle man säße an einer großen Studiokonsole. Auch mein als „Externes Plug-In“ via AES/EBU digital eingebundenes Lexicon 300 Hallgerät klingt ein wenig besser als im alten Cubase – warum auch immer. Auch in der für Remixer und Toningenieure wichtigen Timestretch- und Pitch-Shift Disziplin glänzt das neue Cubase 8.5 mit den neuen verbesserten zplane Elastique Algorithmen für High-Quality Time-Stretching. Innerhalb bestimmter realistischer Grenzen arbeiten diese quasi unhörbar. Ein dickes Lob an das Steinberg Team an dieser Stelle schon mal.

Fazit
Das Update bietet neben einigen wenigen, aber dafür herausragenden Features, vor allem viele kleine Detailverbesserungen gegenüber den Vorversionen, die den Workflow ungemein erleichtern. Eine zusätzlich verbesserte Audioqualität (zplane Elastique Algorithmen) und der vergleichsweise günstige Updatepreis von „nur“ 49,99 EUR dürften vielen Usern den Umstieg auf die neue Version 8.5 erleichtern.

Preise:

Cubase Pro 8.5: 549 EUR
Cubase Artist 8.5: 299 EUR
Cubase Elements 8: 99 EUR
Update von Cubase 8 auf 8.5: 49,99 EUR

http://www.steinberg.net/de/products/zubehoer/vst_transit_premium.html



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